Nicht lieferbar?

»Die Humanistenverschwörung« sei nicht lieferbar (oder ›derzeit nicht lieferbar‹ oder ›ausverkauft‹): egal, ob Sie diese Auskunft in einer Buchhandlung oder bei einem Buchshop im Internet erhalten, sie ist falsch. Ich erkläre Ihnen hier, was es damit auf sich hat – und natürlich zuerst, wo und wie Sie den Roman unter Garantie bekommen.

Wo man das Buch auf jeden Fall bekommt

Der Print-on-demand-Dienstleister, der die Taschenbuch-Version der »Humanistenverschwörung« herstellt, Books on Demand (BoD), betreibt einen eigenen Webshop. Wenn man dort bestellt, läuft der Auftrag nicht über einen der Zwischenhändler, sondern landet direkt beim Hersteller.

 

 

Es dauert dann ein paar Tage, bis das Buch gedruckt ist und in den Versand geht. Rechnen Sie mit 1-2 Wochen, bis es bei Ihnen ist (im Weihnachtsgeschäft eventuell länger). Die Lieferung ist kostenlos, wie im deutschen Buchhandel üblich.

Die Ursache der falschen Auskunft

Ein Beispiel. Der Versandhändler Bücher.de hat Band 1 und 2 der »Humanistenverschwörung« als Taschenbuch im Angebot. Es kann Ihnen passieren, dass Sie zwei oder drei Wochen nach Ihrer Bestellung die Auskunft bekommen, das Buch sei ausverkauft. So ging es mir (und anderen). Ich erhielt eine Email mit dem Betreff Info zu Bestellung 34897631: Artikel ausverkauft:

Sehr geehrter Herr Arkona,
wir bedanken uns für das Vertrauen, das Sie uns mit Ihrer Bestellung entgegengebracht haben. Ihre Bestellung können wir dieses Mal leider nicht vollständig ausführen. Trotz aller Bemühungen sind folgende Artikel nicht lieferbar bzw. können bis auf weiteres nicht geliefert werden.

Nach einigen Gesprächen mit Bücher.de, dem Zwischenhändler Libri und dem Hersteller BoD stellte sich Folgendes heraus: Wenn ein Buch im Barsortiment (so nennt sich in Deutschland der Buch-Zwischenhandel) auf Lager ist, dann ordert Bücher.de es von dort und liefert es an den Kunden. Wenn es dort nicht auf Lager ist, dann wird eine Email an den Kunden geschickt, in der man behauptet, das Buch sei nicht lieferbar.

Motto: Was nicht beim Grossisten liegt, ist vergriffen. Dass ein Print-on-demand-Buch gar nicht vergriffen sein kann, da ja überhaupt erst bei Nachfrage produziert wird, das ist in einem solchen System nicht vorgesehen.

Zum Vergleich: Andere Versandhändler lösen einen Bestellvorgang aus, wenn der Vorrat beim Zwischenhändler aufgebraucht ist. Soweit mir bekannt ist, gehört bei den Online-Konkurrenten von Bücher.de eine Bestellung des Buches zum normalen Arbeitsumfang. Warum das bei Bücher.de nicht gemacht wird, habe ich nicht herausbekommen. Solche Details der Geschäftspolitik zählen offenbar zu den Dingen, in die nicht gern Einblick gewährt wird. Da es sich bei Bücher.de um eine Tochterfirma von Weltbild handelt, scheint mir das aber nicht weiter verwunderlich.

Es gibt wahrscheinlich noch weitere Buch(einzel)händler, bei denen die Ausführung einer Bestellung als Zumutung angesehen wird. Wenn Ihnen also jemand erklärt, »Die Humanistenverschwörung« sei nicht lieferbar, dann wissen Sie jetzt, was Sie von dieser Auskunft zu halten haben.

Und wo Sie das Buch in jedem Fall bekommen.